Durch einen dringend benötigten Anbau wurde ein großer Teil des alten Schulhofes der Rungholtschule überbaut, so dass die restliche Fläche komplett neu gestaltet werden musste. Bei der Planung spielten die besonderen Bedürfnisse von geistig behinderten Kindern die wichtigste Rolle, wobei vor allem auch an die steigende Anzahl von Kindern, die im Rollstuhl sitzen und geschoben werden müssen, gedacht wurde.
Deshalb ist die Fläche heute durch mehrere gepflasterte Wege gegliedert, so dass verschiedene Rundparcours zur Verfügung stehen, die nicht nur von den Rollstuhlkindern, sondern auch den Roller- und Fahrradfahrern gerne genutzt werden.
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Der Gesamtplan des neuen Schulhofes, Entwurfsstand 2009 |
Das Highlight ist dabei der "Rollstuhlparcours", eine Abfolge von niedrigen Rampen, Podeste und Brücken. Dieser Parcours war bei seinem Bau ein Experiment, weil es keine Erfahrung mit einer entsprechenden Anlage für Rollstuhlkinder gab, die immer geschoben werden müssen. In der Praxis stellt sich heraus, dass der Parcours eine Herausforderung darstellt, aber zu schaffen ist.
Gleichzeitig hat er einen hohen Aufforderungscharakter für motorisch schwache Kinder, die nicht sicher laufen können, weil sie die niedrigen Höhen alleine überwinden können.
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Der Rollstuhlparcours 2010: | Auch bei Kindern, die laufen können, sehr beliebt |
Außerdem ist der Parcours die "BMX-Strecke" für die Roller- und Fahrradfahrer, also die motorisch starken Kinder.
Mit einer Anlage kann somit sehr schwachen, schwachen und starken Schülern auf geringem Raum ein attraktives Spiel- und Bewegungsangebot gemacht werden. Deshalb wurde die Anlage 2011 erweitert (s. Plan unten).
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Die Erweiterung für 2011 besteht aus Holz, Metall und Netzen |
Neben dem Rollstuhlparcours wurden eine Hohe Spielkombination mit Rutsche, Schlingenbrücke und Kletternetz erstellt, die für die motorisch stärkeren Kinder gedacht ist. Verschiedene Schaukeln, eine Wippe und ein Reck ergänzen den Spielbereich. Die Grundausstattung wurde 2009 vom Kreis als dem Schulträger angeschafft. Der Förderverein der Schule aquirierte anschließend zusätzliche Mittel, so dass die Ausstattung nach und nach erweitert werden konnte.
Der Sandspielbereich für die jüngeren Kinder liegt beim Grundschultrakt am Rande des Geländes, um den Jüngsten dort einen geschützen Raum zu bieten. Der Spieltisch wurde so gewählt, dass er auch von Kindern im Rollstuhl genutzt werden kann.
Zusätzlich stehen mehrere Terrassen sowie Rasenflächen zur Verfügung. Als Fallschutz und Bodenbeläge wurden Sand, Kiesel und Holzhäcksel eingebaut, die den Schülern quasi nebenbei unterschiedliche Sinneserfahrungen ermöglichen.
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Die hohe Spielkombination aus Metall und Holz | Beim Schulfest im Sandkastenbereich |
Im Gegensatz zum Bestand des Schulhofes vor der Umgestaltung (s. Bilder unten) haben sich somit die Nutzungs- und Aufenthaltsflächen um ein Vielfaches erweitert. So finden alle Schüler und Schülerinnen, egal Einschränkung sie haben, für sie passende Spiel- und Rückzugsmöglichkeiten.
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Bestand 2009: Kaum Spielmöglichkeiten... | ... und viel Rasen |