Die Schulhofflächen der Grund- und Hauptschule in Breklum sind recht weitläufig, boten vor Beginn der Bauarbeiten im Jahr 2004 aber nur begrenzte Spielanreize. Ein Spielschiff für die Grundschüler war auf dem Schulgelände zwar vorhanden, aber leider ungünstig platziert. Sitzmöglichkeiten und Rückzugsräume fehlten völlig. Dazu kam, dass sich die ehemaligen Rasenflächen durch die hohe Beanspruchung nach jedem Regen in Matschflächen verwandelten.
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2003: Der Schulhof vor der Umgestaltung - Matsch statt Rasen | |
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Nach dem 1. Bauabschnitt 2004: Unterschiedliche, strapazierfähige Spielflächen und neue Spielelemente | |
2004 brachten Förderverein, Schule und Schulverband die Schulhofumgestaltung gemeinsam auf den Weg. Innerhalb von drei Jahren entstanden mehrere Teilbereiche:
Die Umgestaltung erfolgte schrittweise, zum einen auf finanziellen Gründen, aber auch, um die Schülerschaft sowie die Lehrkräfte und die Eltern aktiv mit einbeziehen zu können. Die größeren Erdbewegungen, Pflasterarbeiten und ähnliches wurden durch Fachfirmen erbracht. Als erstes wurden große Teile des ehemaligen Rasens abgegraben und durch neue Beläge ersetzt. Pflaster, Grandfläche, Kiesel und Holzhäcksel ermöglichen den Kindern dabei wie nebenbei unterschiedliche Sinneseindrücke. Außerdem halten sie der starken Beanspruchung durch die spielenden Kinder besser stand als der frühere Rasen.
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2004: Die "Kinderskulptur" kommt innerhalb der erweiterten Klinkerfläche gut zur Geltung |
Im Eingangsbereich wurde ein großes Rosenbeet aufgelöst und auf eine kleine Umpflanzung rund um eine Kinderskulptur reduziert. Dies bedeutete eine deutliche Arbeitserleichterung für die Hausmeister und mehr Platz zum Spielen und Laufen für die Kinder. Die Umpflanzung verhindert, dass die Skulptur erklettert und bespielt wird.
In einem späteren Bauabschnitt erhielt der seitliche Nebeneingang vom Anbau eine Rampe, damit die rollstuhlfahrenden Schüler auch diesen Gebäudeteil aus eigener Kraft erreichen können. Ein daneben gelegenes ehemaliges Pflanzbeet wurde zu einer stufenförmigen Pflasterfläche umgegestaltet, die zum Sitzen und auch als Durchgangsbereich dient. In dem Beet wuchs schon seit Jahren nichts mehr, weil die Flächen von den Kindern intensiv bespielt wurden.
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2009: Die neue Stufenanlage als Durchgangs- und Aufenthaltsfläche | 2009: Die Bepflanzungen sind gut angewachsen und gliedern die Fläche zusätzlich |
Das vorhandene Spielschiff wurde aus dem Innenhof in die Spiel- und Tobefläche umgesetzt. Es steht jetzt in einem "Meer" aus feinem Kies, am "Ufer" liegen eine Reihe von Findlingen.
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2009: Die "Kinderskulptur" ist ebenfalls gut eingewachsen, im HIntergrund sieht man das Spielschiff |
Im Innenhof wurde in zwei Bauabschnitten ein individuelles Spiel-, Sitz- und Klettergerät mit unterschiedlichen Ebenen erstellt. Weil eine senkrechte Kletterwand ganz oben auf der Wunschliste der Kinder stand, wurden insgesamt über 8m Wände gebaut, so dass sowohl waagerechtes als auch senkrechtes Klettern möglich ist. Das Gerät besteht aus einer Kombination aus Stahlpfosten, Holzpodesten, Netzen und Seilen sowie Kletterwänden aus buntem Recyclingmaterial und ist dadurch besonders haltbar und vandalismussicher.
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2009: Der Innenhof neben dem Freibad mit dem großen Klettergerät |
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2009: Innenhof hoher Turm | 2009: Innenhof Kletterwand |
Im Rahmen einer Pflanzaktion wurden Sträucher und Stauden von Schülern gepflanzt. Auch der Rindenmulch wurde mit Schubkarren herangeholt und verteilt. Dadurch erfahren die Kinder, dass sie aktiv Einfluss auf die Gestaltung ihrer Umwelt nehmen können, und zeigen danach mehr Verantwortung beim Erhalt der von ihnen angelegten Pflanzungen.
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Pflanzaktion mit Schülern | Pflanzaktion mit Schülern |
Am Anfang erarbeitete das Büro AUSSENRAUM ein Gesamtkonzept, das alle gewünschten Maßnahmen enthielt. Die Reihenfolge bei der Umsetzung wurde in enger Zusammenarbeit mit den Auftraggebern festgelegt, so dass jeder Bauabschnitt für sich alleine funktionierte und eine signifikante Verbesserung für die Schüler darstellte. Am Ende der Bauphase ergab sich schließlich ein stimmiges Gesamtbild. Mehrere Jahre nach der Fertigstellung macht das Schulgelände immer noch einen guten Eindruck und wird nach Aussage der Schulleitung von den Schülern sehr gut angenommen.
Bauherr: Schulverband Breklum
Bauzeit: 2004 - 2006
Bausumme: 100.000 €
Fläche: ca. 2.000 m²
Leistungsphasen 1 - 8