Eine der Hauptattraktionen der Landesgartenschau in Schleswig 2008 waren die vielen Themengärten, die von unterschiedlichen Gruppen, Einrichtungen und Firmen gebaut worden waren. Einer dieser Sponsoren war das "Städtenetz", ein Zusammenschluss der Städte Sonderburg, Tondern, Apenrade, Husum, Schleswig und Flensburg. Als Thema hatte man sich auf den Maler Emil Nolde verständigt, der den größten Teil seines Lebens im heutigen Grenzgebiet zwischen Deutschland und Dänemark verbracht hat. Mit der Planung und Bauleitung wurde das Büro AUSSENRAUM aus Flensburg beauftragt.
Von Anfang an waren sich die Planerinnen einig, dass sie keinen "Noldegarten" bauen wollen, denn dieser Name gebührt nur dem Garten rund um das Noldemuseum in Seebüll. Stattdessen ließen sie sich durch die Bilder Noldes inspirieren, die sehr unterschiedliche Farbsprachen nutzen und damit auch ganz verschiedene Stimmungen ausdrücken. Der Themengarten erhielt den Namen "Die Farben des Nordens", denn dafür ist Nolde weltberühmt geworden.
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Die Anlage vom Hauptweg aus betrachtet |
Im Gelände wurden fünf Pflanzenbilder aufgebaut, und so wie ein Gemälde von einem Holzrahmen eingefasst wird, so waren auch die Beete mit Holzrahmen versehen. Jedes der Pflanzenbilder wurde durch ein anderes Bild von Noldes inspiriert und zeichnete seine Farbsprache nach. Es wurde dabei nicht das Bild nachgebildet, sondern die Pflanzenbilder spiegeln die jeweilige Stimmung wider.
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Die kleinen "Ungemalten Bilder", die während des Malverbotes zur Nazizeit entstanden, drückten dabei eine eher gedrückte Stimmung aus, die sich auch in der Bepflanzung des kleinsten Beetes widerspiegelte.
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Informationsschilder in deutsch und dänisch standen bei jedem Pflanzenbild und stellten den Bezug zu dem jeweils als Vorbild dienenden Gemälde Noldes her und erläuterten das Farbkonzept.
Nach der Landesgartenschau wurden die Stauden an Selbstabholer gegen Spende abgegeben. Der gesamte Erlös wurde der "Schleswiger Tafel" gespendet, die mit einigen ehrenamtlichen Helfern beim Ausräumen der Beete half.